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DAV Frankfurt am Main - Jungmanschaft
Letzter Bericht
Goldener Rocktober im Battert
Goldener Rocktober im Battert
16.10.2011
An einem wunderschönen Sonntag morgen mitten im Oktober machten wir uns mit einige Kletterfreunden auf den Weg in den Nordschwarzwald. Das gut strukturierte Porphyrgestein des Batterts wartete auf uns. Wir wollte vor allem die Mehrseillängen in den größeren Wänden angehen. Unser erstes Ziel war der Blockgrat, eine klassische Tour über 2 Seillängen.
Ein Highlight dieses Weges ist der erste Stand, der auf einem vom Hauptmassiv abgesetzten Türmchen ist. Das nächste Highlight folgt sogleich, der Beginn der 2. Seillänge nämlich. Ein Spreizschritt rüber zum Hauptmassiv! Noch aus der sicheren Schrittstellung lässt sich ein Friend perfekt platzieren.

Beginn der 2. Seillänge: Spreizschritt zum Hauptmassiv
Der Weg endet auf dem Massiv direkt an der Bergwachthütte. Die Kletterschwierigkeiten liegen im 4. Grad, also nichts wildes, allerdings ist die Route komplett selbst abzusichern, was den Anspruch wieder hebt. Insgesamt eine absolut lohnende und klassische Felsfahrt.

Seilschaft auf der Villnößer Nadel
Danach machten wir uns an der Falkenwand zu schaffen, welche mit knapp 80 Metern die höchste Wand im Battert darstellt. Hier wurde von Christian, Tobias und Marc der Hallweg (3 Seillängen 4+, sehr ausgesetzt) geklettert, während Manuel und Tobi die wirklich traumhafte „Freundschaft“ (3 Seillängen, 6-, ebenfalls herrlich ausgesetzt) kletterten.

Christian und Tobi am 2. Stand des Hallwegs in der Falkenwand

Tobi im Nachstieg der 2. Seillänge der „Freundschaft“
Zu guter letzt machten wir noch den Doppelgipfel von Cima della Madonna und Sass Maor unsicher. Die Seilschaft Marc, Tobias und Tobi kletterten die Schleierkante (einen der schönsten 5er im gesamten Battert) auf den Sass Maor, während sich Christian, Thorsten und Manuel an die Pfingstkante (6+) machten. Diese Linie ist ganz hervorragend und an Ausgesetztheit kaum zu überbieten. Nach dem Einstiegsriss, der oben bereitwillig einen 5er Cam futtert, folgen sehr sehr schöne Züge an die Kante und dann grandiose Kletterei direkt an der Kante mit atemberaubendem Tiefblick. Der erste Stand ist dann auf dem Vorgipfel der Cima della Madonna. Die Kletterei ist durchwegs anspruchvoll, da man bei weiten Hakenabständen immer wieder mobile Sicherungen anbringen muß und eine durchaus gesunde Vorstiegsmoral benötigt.
Am Gipfel angekommen, machte Thorsten noch einen Sprung hinüber auf den Sass Maor, welcher durchaus als Anspruchvoll zu beschreiben ist. Bei Sonnenuntergang seilten wir ab und genossen die Wände im „Battertglühen“.

Links: Sass Maor; Rechts: Cima della Madonna
Mit dabei waren: Christian, Tobias, Tobert, Thorsten, Marc und Manuel
Autor: Manuel Müller

