Alpenverein Frankfurt baut Kletterzentrum für Jedermann

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Datum: 
10.11.2011

„Das wichtigste Zukunftsprojekt für die Sektion“ – Baubeginn nochLogo Kletterzentrum 2011

Frankfurt – „Der Bau des Kletterzentrums Frankfurt / Main ist das wichtigste Zukunftsprojekt für die Sektion Frankfurt des Deutschen Alpenvereins“, sagte der
1. Vorsitzende, Daniel Sterner, bei der Vorstellung des Projekts heute in Frankfurt. „Das Sportklettern boomt – bei Jung und Alt. Hier wollen wir in der Rhein-Main-Region mit dem Bau der Halle ein zusätzliches, modernes Angebot für Jedermann schaffen und natürlich auch Nachwuchs für den Verein gewinnen.“

Auf dem Gelände der Sektion in der Homburger Landstraße in Frankfurt-Preungesheim soll in einer ersten Ausbaustufe auf rund 500 Quadratmeter Grundfläche und einer Höhe von maximal 14 Metern ein moderner Neubau mit einer Kletterfläche von rund 1.400 Quadratmetern im Innen- und Außenbereich entstehen. Ein großzügiger Boulderbereich bietet eine Fläche von weiteren rund 300 Quadratmetern. Dafür plant die Sektion Investitionen von rund 2,5 Millionen Euro. Der Startschuss für den Bau soll noch in diesem Jahr sein, sodass die Kletterhalle zum Beginn der Wintersaison 2012/2013 an sieben Tagen für die Öffentlichkeit bereit steht. Beim Ausbau aller Außenflächen bietet die Halle nach derzeitigen Planungen eine Kletterfläche von rund 400 Quadratmetern.

„Das ist ein Mammutprojekt und eine Herkulesaufgabe, das selbst einen Verein mit 6000 Mitgliedern und einen ehrenamtlichen Vorstand an die Grenzen führt“, sagte Daniel Sterner zu den langjährigen Vorbereitungen und Planungen. „Der große Vorteil ist, dass wir das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern die positiven Beispiele aber auch negativen Erfahrungen anderer Hallen in unser Kletterzentrum einfließen lassen können und eine seriöse Finanzierung zur Grundlage des Projekts gemacht haben.“

Neben rund 230.000 Euro Eigenkapital und dem Grundstück, einem Kfw geförderten Darlehen von 800.000 Euro unterstützt der Hauptverband des Deutschen Alpenvereins mit Darlehen und Beihilfen in Höhe von rund 760.000 Euro das Projekt. „Es ist ein gutes Gefühl, den Hauptverband als starken Partner an unserer Seite zu haben, der ebenfalls die Notwendigkeit sieht, zusätzliche Kletterangebote zu schaffen“, sagte der Vorsitzende. Weitere 200.000 Euro Förderung für den Sportstättenbau hat die Sektion beim Land Hessen beantragt. Darüber hinaus hat der Verein eine Mitgliederumlage in Höhe eines Jahresbeitrages, verteilt auf zwei Jahre, für den geplanten Bau eines Kletterzentrums beschlossen. Insgesamt erhofft sich der Alpenverein Frankfurt dadurch zusätzliche Einnahmen von rund 250.000 Euro. „Eine Umlage ist nie unumstritten. Der mit großer Mehrheit gefasste Beschluss auf der letzten Hauptversammlung war jedoch ein wichtiger Vertrauensbeweis und bietet zusätzliche finanzielle Sicherheit, um das Kletterzentrum zu bauen“, sagte der Vorsitzende.

Gleichzeitig hofft die Sektion im Rahmen einer umfassenden Sponsoring-Kampagne bei Unternehmen und interessierten Bürgern der Stadt auf weitere Gelder. „Wir appellieren natürlich an den Lokalpatriotismus der heimischen Wirtschaft, unser Kletterzentrum Frankfurt / Main zu unterstützen. Gleichzeitig bieten wir mit unserem Angebot zum therapeutischen Klettern, als Sporthalle für Schulen oder Kindergärten auch die Möglichkeit, dass Sponsoren konkrete soziale Projekte unterstützen.“

„Es ist wie die Quadratur des Kreises. Wir wollen mit möglichst geringem Budget eine Halle mit möglichst großer Kletterfläche bauen, die den Anforderungen der Spitzenkletterer Rechnung trägt aber Möglichkeiten für Kurse, beispielsweise von Schulklassen zulässt. Wir brauchen endlich eine eigene Trainingsbasis für die wieder sehr erfolgreiche Wettkampfmannschaft, die für den Hessenkader startet. Darüber hinaus soll das erfolgreiche Kletterangebot für Menschen mit Behinderungen „KLETThERAPIE“, das die Sektion erfolgreich anbietet, unbedingt fortgeführt werden.“ Positive Impulse verspricht sich der Vorsitzende auch für die Mitgliederentwicklung. „Bereits heute ist der DAV Frankfurt mit fast 6.000 Mitgliedern der drittgrößte Verein der Stadt. Ich bin sicher, dass wir mit dem Bau des Kletterzentrum Frankfurt / Main diese Position stärken können.“

Ansicht KletterzentrumGrafiken: Bernhardt + Partner KAF, Darmstadt
Jörg Kilian

 

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 (Grafiken: Bernhardt + Partner KAF, Darmstadt)